Fotosalon-Karlsruhe

 

Einkaufsliste: (je Person, ca.-Angaben)

  • 3-4 frische Tomaten vom Markt oder dem eigenen Garten, ansonsten besser eine kleine Dose Passierte oder Gestückte
  • 150 gr. xtra lange Spaghetti
  • Tomatenmark
  • 1 Zehe Koblauch
  • 1 kleines Stück (ca.Teelöffel voll) Speck
  • 5 schwarze Oliven
  • Sonnenblumenkerne (ca. eine Handvoll)
  • Balsamico-Essig, Olivenöl
  • 2-3 Eßlöffel Rotwein
  • 1 Eßlöffel Butter (30-50 gr.)
  • Salz, Zucker, Pfeffer
  • frischer Rosmarinzweig
  • frischen Oregano und Basilikum
  • ein Stück Parmesankäse

 

Das Rezept:

Zunächst Knobi und etwas ganz fein geschnittenen Speck (gibt ein volleres Aroma) in etwas Olivenöl glasig dünsten (aufpassen, dass der Knobi nicht braun wird, sonst schmeckt er bitter). Als Menge empfehle ich ca. 1 Zehe Knobi und einen Teelöffel Speck je Person. Während der Knobi vor sich hinbrutzelt, diesen mit etwas Zucker überstreuen.

Karamelisiert der Zucker, diesen mit einem Spritzer Balsamico-Essig ablöschen, danach gleich die Tomaten nachgeben und gut durchrühren. Ich nehme da meist KEINE frischen Tomaten, sondern passierte oder gestückte - diese werden in der Regel im Erzeugerland reif geerntet und haben daher ein besseres Aroma als die grün geernteten, die sonst so angeboten werden (außerdem muß/sollte man die frischen Tomaten schälen, entkernen und in kleine Würfel schnibbeln, was ich gar ned so gern mach). Bei gestückten oder frischen Tomaten jetzt das Ganze bei mittlerer Hitze etwas einkochen lassen und dabei gelegentlich umrühren - nimmt man bereits passierte, kann man sich das latürnich sparen *lacht* So, nun das Ganze mit Tomatenmark (empfehle da 'Ordo di Parma' mit Würzgemüse) abschmecken und fertig ist die Sauce ....

Nein, nein ... war nur nen Scherz. Während die Sauce weiter bei mittlerer Hitze vor sich hinköchelt, schnibbelt man schwarze Oliven klein (ja keine Grünen, die sind unreif geerntet und meist in einer Würze eingelegt, die unserer Sauce ned gut tut) und gibt die in die Sauce. Als Menge nehm ich da so ungefähr 5 Oliven je Person, je nach Gusto. Zur weiteren Verfeinerung geb ich jetzt noch nen guten Schuß Rotwein (ich nehm da immer von dem, den ich im Anschluß dazu zum Essen trinke) dazu. Das Ganze wieder etwas köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vorsicht mit dem Salz, je nach dem wie würzig der Speck war, brauch man da nur noch wenig davon. Als weiteres Gewürz geb ich dann noch ein bis zwei Rosmarin-Zweige dazu und lass diese mitköcheln - komplette Zweige nehmen, die lassen sich besser wieder entfernen, einzelne Blätter geben ne fürchterliche Puhlerei beim Essen. Jetzt noch ein wenig Olivenöl beigeben und unterrühren, damit die Sauce ned so schnell anbrennt.

So, damit ist die Sauce erstmal fertig. Man kann diese Grundsauce jetzt auch ohne bedenken abkühlen lassen und einfrieren, so hat man immer schnell was parat, wenn mal unverhofft Besuch kommt. Auch sind latürnich Variationen mit Hackfleisch, Meeresfrüchten etc. pp möglich. Bei Hackfleisch reines Rinderhack, ist a.) voller im Geschmack und b.) fettärmer.

Sodele, weiter im Geschäft ... Die Sonnenblumenkerne werden jetzt in einer fettlosen, heissen Pfanne geröstet. Hier am Besten ständig dabeibleiben, sonst brennen die an. Immer wieder durchrühren - fertig sind sie, wenn sie eine zarte Bräunung angenommen haben. Achtung! stark gebräunt werden diese, genau wie der Knobi bitter. Nach der Röstung Kerne aus der Pfanne nehmen (!! sonst verbrennen die) und in einer Schale beiseite stellen.

Nun gut, jetzt zum schwierigen Teil ... der Pasta. Heißes Wasser in den Topf, kochen lassen, eine Prise Salz rein, Nudeln rein, "al dente'" kochen ... ferdisch ... zumindestens theoretisch. *grinsi* Als Nudeln empfehle ich die extra Langen von Buitoni oder Barilla .. wenn schon Spaghetti und Nudeln aufwickeln, dann bitte richtig. Pro Person sind hier ca. 150gr die empfohlene Menge ... naja, wenn mehrere richtige Kerle am Tisch sitzen, könnens auch ein bissi mehr sein.

Wenn ihr jetzt denkt, ihr könnt Euch die nächsten Minuten damit beschäftigen, den Nudeln beim Kochen und der Sauce beim Blubbern zuzuschauen ... weit gefehlt. Schnell noch ein Stück kalte Butter (keine Margarine, Butter-light oder so nen Krams nehmen) in die Sauce mit einrühren - dann wird diese sehmiger und bindet ab. Danach flugs Hackmesser und Brett in die Hand - Kräuter hacken. Wir brauchen für den finalen Geschmack noch Basilikum und Oregano. Beides Kräutilein, die man am Besten frisch gehackt erst kurz vor dem Servieren zugibt.

Allerdingst nähern wir jetzt uns dann wirklich erwähntem Finale. Sobald die Nudeln fertig sind, diese in einem Sieb gut abtropfen lassen (wir wollen ja schließlich kein Wasser in der Sauce) und anschließend in ein ausreichend großes Gefäß umfüllen (wenn ich Gäste hab nehm ich da ein separates, damit meine Glasschüssel, in der ich dann serviere ned so verschmiert wird). Als nächstes dann die gerösteten Sonnenblumenkerne und im Anschluß die gehackten Kräuter darüber. Noch eben schnell die Rosmarinzweige aus der Sauce fischen und dann Nudeln, Kerne und Kräuter mit der heißen Sauce übergiessen, et janze gut durchrühren und FERDISCH.

Parmesan-Käse nehm ich frischen und stelle diesen mit einem groben Hobel auf den Tisch (oki, kann man auch direkt mit untermischen - mag ich aber eigentlich ned so). Als Beilage macht sich ein frischer Blattsalat (am besten bunt gemischt und frisch vom Markt) recht gut - latürnich in separaten Schälchen serviert. Zum Trinken empfehle ich Wasser ohne Kohlensäure und/oder einen leckeren, trockenen Rotwein, idealerweise nen Italiener.

So, dann bleibt mir nur noch ... BUENO APPETITO ... zu wünschen übrig.